Fahrtenbericht
Saisonauftakt beim Supercup
25. August 2026

Kaum sind die Erlebnisse der letzten turbulenten Saison verarbeitet, stand auch schon der Auftakt der neuen Saison an. Noch auf der Autofahrt zum Treffpunkt in Worms habe ich für mich die vergangene Saison nochmals Revue passieren lassen. Was war das bitte für eine geile Saison?! Das Double hätte zu Beginn der Saison wahrscheinlich jeder unterschrieben. Unglaublich, was man in einer einzigen Saison so erlebte – Sei´s, dass wir gezwungener Maßen einen Nachmittag auf einer Raststätte vor den Toren Paris verbringen mussten, um im Anschluss per Polizeieskorte quer durch die Stadt begleitet zu werden. Auch an das Wochenende auf´m Kiez in Hamburg musste ich mit einem Lächeln zurückdenken. Und natürlich durfte auch der furiose Abschluss in Berlin nicht fehlen: Was für manchen der älteren Generation nur eines von vielen Finalen war, war für die meisten der jüngeren Generation – so auch für mich – das erste Finale überhaupt! Haben wir doch unglaubliche sechs Jahre auf einen Wiedereinzug nach Berlin gewartet. Gerne denke ich an die vielen Emotionen an diesem Tag zurück.
Umso unwirklicher ist für mich immer der Auftakt einer neuen Saison: Du stehst bei Null und musst gespannt abwarten, wie die Mannschaft sich in die Saison einfindet. Während für viele Bundesligisten der DFB-Pokal den Startschuss in die neue Saison darstellt, ist es bei uns fast schon Alltag, zum alljährlichen Supercup zu fahren. Für Viele ein Ärgernis, da man so die erste Runde im Pokal nicht an einem schönen Augustwochenende bestreiten darf, sondern wieder einmal unter der Woche ran muss. Und auch der Titel des Supercups hat für viele von uns nicht allzu hohe Bedeutung.
Dementsprechend war die Anspannung – trotz möglichen „Titel“-Gewinns – im Vorhinein nicht allzu groß. Es überwiegte eher die Freunde, endlich wieder seinen Verein spielen sehen zu dürfen und das gleich gegen einen Verein, der sich in den letzten 10-15 Jahren zum größten sportlichen Konkurrenten entwickelt hat, sofern man hier noch von Konkurrenz sprechen kann.
Bereits am Treffpunkt merkte man, dass eine neue Saison anstand und so blickte ich in viele neue Gesichter – an der Stelle Herzlich Willkommen und auf viele gemeinsame Busfahrten! Von den altbekannten Gesichtern waren heute weniger als sonst vertreten. Dennoch verlief das Beladen des Buses reibungslos und so machten wir uns pünktlich Samstagmittag von Worms aus auf den Weg nach Dortmund. Die Fahrt lief ebenfalls reibungslos und so erreichten wir überpünktlich den Auswärtsparkplatz in Dortmund. Noch einmal die letzten Speisen an den Mann und die Frau gebracht, konnte es auch schon Richtung Stadion gehen.
Etwas wehmütig, dass bekanntermaßen kein organisierter Support stattfinden sollte, wurde ich durch die Stimmung überrascht. Natürlich lässt sich die nicht mit normalen Spielen in Dortmund vergleichen, dennoch empfand ich es positiv, dass immer mal wieder einzelne Gesänge aufkamen und sogar eine Trommel den Weg in den Block gefunden hatte.
Auch spielerisch war ich positiv über den Beginn der Partie überrascht. Man merkte, dass die Mannschaften Bock hatten. Dabei kamen wir etwas besser ins Spiel als die Schwarz-Gelben und belohnten uns in der 28. Minute mit der Führung durch Neuzugang Brown. Dieser zeigte allgemein eine starke Leistung, an die er hoffentlich anknüpfen kann. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erhöhte Olise noch zum 0:2 für uns. Jetzt noch ein weiteres Tor, dann ist der Käs´ gegessen und wir können entspannt den Heimweg antreten – allerdings sollte es etwas anders kommen. Dortmund kam deutlich besser aus der Halbzeit und bereits die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte bereiteten uns merklich Schwierigkeiten. Und so überraschte es keinen, dass Dortmund in der 75. Minute den Anschluss machte. Es musste also nochmals eine gute Viertelstunde lang gezittert werden. Bei Beginn der Fahrt hätte ich nicht gedacht, wie angespannt man bei einem solchen – sportlich nicht allzu relevanten – Spiel doch sein kann. Es war eine echte Erleichterung als der Schiri die Partei abpfiff uns ein Prestigespiel mit einem Sieg für uns gefeiert werden konnte. Dabei durften auch einige Sticheleien gegen den Gegner nicht fehlen und so wurde den enttäuschten Dortmund-Fans zum Abschied auf ein Wiedersehen hinterher gewunken.
Zur Rückfahrt ist nicht viel zu sagen und so erreichten wir gegen 3 Uhr morgens den Treffpunkt. Hier wurde Robin noch zum Taxifahrer auserkoren und so durfte er ein Mitglied, dessen Tochter leider ins Krankenhaus musste, zu ihr bringen sowie eine Stammfahrerin, die fast im Alleingang uns mit guter Stimmung versorgte ins wohlverdiente Bett fahren. An der Stelle nochmals gute Besserung an die Tochter!
Wieder einmal eine Fahrt, die echt Spaß gemacht hat und ein guter Saisonauftakt, bei dem man gespannt sein darf, was die weitere – noch junge – Saison mit sich bringt.
Danke an Alle Helfer und Organisatoren der Fahrt!
RWG Tim