Zwischen dem Heimkommen aus Eindhoven und der Abfahrt nach Hamburg lagen gerade mal 25 Stunden. Auf der Arbeit war ich auch noch. Deshalb heute mal ein Doppelbericht.
Fangen wir mit Mittwoch an und unserer Auswärtsfahrt nach Eindhoven. Europapokal klingt wie Musik in meinen Ohren. Mit Eindhoven dann auch noch ein schönes, nahes Ziel.
Um 9 Uhr startete der Bus pünktlich in Worms und sammelte etwas später die Sektion Nahe in Waldlaubersheim ein. Kurze Ansprache vom Präsi und dann Feuer frei. Alle schalteten in den Partymodus. So wurde es eine kurzweilige Fahrt. Was war das denn schon wieder für ein Abriss. Dieter und Sascha versorgten uns mit Berliner Luft. Sascha hatte vor ein paar Tagen und Dieter am Mittwoch Geburtstag. Mir gehen für die Fahrten mittlerweile die Superlative aus. Auf dem Weg zum Stadion wurden wir von einem netten Motorradpolizist in Empfang genommen und zur Haltestelle geleitet. Es hieß, dass Betreten der Stadt wäre verboten und wir dürften uns nur in der extra eingerichteten Fanzone bewegen. Aber total entspannt der Ordnungsdienst und so ging es in kleinen Gruppen durch die Innenstadt. So macht Europapokal am meisten Spass, da können sich die Franzmänner mal was abgucken.
Kurz zum Spiel, wir spielen die letzten Spiele nicht wirklich schön, konnten aber meist gewinnen. Die Niederlage gegen Augsburg sorgte für die extra Portion Motivation. Es war ein kampfbetontes Spiel und wir gewannen durch Tore von Musiala und Kane mit 2:1. Abhaken, Tabellenplatz zwei verteidigt. Die Heimfahrt war relativ ereignislos und so erreichten wir die Ausgangspunkte. Für die meisten hieß es kurz nach Hause und dann auf ein neues.
Ein paar Stunden später stehen wir wieder in Worms am Bus und starten das Abenteuer Hamburgfahrt – 10 Jahre Red Stars United. Wer dachte, dass die frühe Abfahrtszeit oder Eindhoven uns vom Feiern abhält, der war falsch gewickelt. Rein in den Bus, den Hebel auf Vollgas gestellt und los geht die wilde Fahrt. Malle dröhnt aus den Boxen und Alkohol fließt in Strömen. Party vom allerfeinsten, keine Schonung für den Abend der noch kommt. So muss das sein, Kopf ausschalten und im Moment Leben. Die Fahrt ging zügig vonstatten und so erreichten wir am frühen Nachmittag unser Hotel. Da hat Lars dank seiner Kontakte ein gutes ausgesucht. Schöne Zimmer, gute Lage, gutes Frühstück.
Alle bezogen die Zimmer und nutzten die Zeit bis zum Essen nach ihrem Geschmack. Einige gingen ins Musical, andere spazierten durch die Stadt.
Um 19.30 Uhr trafen sich die meisten zum Essen im Rodizio. Brasilianische, sehr fleischlastige Küche. Zu empfehlen war das All you can Eat. In kurzen Abständen kamen die Kellner mit Fleischspießen und bedienten einen am Tisch. Ich war kurz vorm Platzen und musste irgendwann abwinken, es ist mir nicht leicht gefallen.
Die Grundlage war schonmal geschaffen und so pilgerten wir durch das arschkalte Hamburg zur Kiez Alm. Aufstellung im VIP Bereich und schon kam der Gegner für die Nacht. Eine 6 ltr Vodkaflasche. Challenge angenommen. Auf das Ding und Abfahrt. Wie zu erwarten reichte die Flasche nicht und so orderten wir noch mal 2 ltr nach. Feiern und nicht an den nächsten Morgen denken. Einfach freidrehen, wer hat Niko mal so ausgelassen feiern sehen? Dank an Celina, die sich um die spätere Abrechnung gekümmert hat. Sie konnte auch die leere 6 ltr Flasche als Trophäe mit nach Hause nehmen. Die letzten waren um 5 im Hotel. Danke an alle, die solche Nächte unvergesslich machen.
Kurz ins Bett und schon wartete das reichhaltige Buffet. Eigentlich wollte ich nach der brasilianischen Fleischparty nie wieder was Essen. Das klappte genauso gut wie das mit dem Alkohol. Nämlich gar nicht.
Gut gestärkt waren fast alle pünktlich um 11 Uhr am Bus zur Stadtrundfahrt. Nadine und Chrissy schafften es auch noch, fast pünktlich.
Lars bewegte den Bus sicher durch das von Baustellen übersäte Hamburg. Die Reiseführerin wusste mit allerlei Anekdoten zu gefallen und so wurde es eine kurzweilige Tour. Binnenalster, Aussenalster, Altona, Fischmarkt, Kiez usw usw wurden abgeklappert.
Am Hotel angekommen verzogen sich viele auf das Zimmer um Schlaf nachzuholen.
Um 16 Uhr stand der Abmarsch vom Hotel zum Stadion auf dem Plan. Mit der S-Bahn ging es direkt nach Stellingen. Wie hat mir der HSV in den letzten Jahren doch gefehlt. Es ist doch tausendmal schöner gegen den HSV zu spielen, als gegen die Hälfte der aktuellen Bundesliga. Hoffen wir mal, dass der Punkt hilft um den HSV oben zu halten. Ich will hier nächste Saison nochmal her.
Der Marsch von Stellingen zum Volksparkstadion ist einfach geil. Die Vorfreude steigt mit jedem Meter und da ist endlich das Stadion. Schnell anstellen und die Kontrolle über sich ergehen lassen. Platz im Block gesucht und was sehen meine Augen? Heute ist eine Choreo angesagt. Aber es geht noch besser, dem Anlass angemessen, gab es noch eine Pyroshow vom Feinsten. Fussballherz was willst du mehr!
Spielerisch ging heute wieder nicht viel. Wir lagen folgerichtig 1:0 hinten. Schöner Spielzug über Gnabry und vollstreckt von Harry Kane 1zu1. Halbzeit. Zum Einlaufen der Mannschaften nochmal ein Choreo. Die meisten bekamen dadurch das Tor von Diaz gar nicht mit. Egal 2:1. Wer dachte, es wird jetzt besser, sah sich getäuscht. Hamburg macht den Ausgleich und so blieb es bis zum Schluß. Mund abputzen, Sonntag gegen Hoffenheim muss mehr kommen.
Wenn man schonmal in Hamburg ist, wie sieht es da mit einem kurzen Abstecher auf den Kiez aus? Gute Idee, ein schnelles Bier und ab ins Hotel. Wie immer war es keine gute Idee. Wenn wir ehrlich sind, beginnen so die schönsten Abende. Es endete in einer Partynacht epischen Ausmaßes und endete gegen 6 Uhr im Hotel. Zwei hartgesottene hielten bis kurz vor 9 Uhr aus.
Um 11.30 Uhr hieß es wieder unser Gefährt zu besteigen und die Heimreise anzutreten. Selbst Andy, unser Geburtstagskind, bestieg zum Erstaunen ALLER den Bus.
Das Partyvolk war müde, aber angestachelt durch Harald, wurden die letzten Raketen an den Mann und Celina gebracht.
Ansonsten passierte nicht mehr viel.
Beim Schreiben des Berichtes ist mir nochmal aufgefallen, wie geil doch das Hobby FC Bayern ist. Die meisten hätten sich ohne diese Leidenschaft nie kennengelernt.
Dank geht raus an Lars für die Planung, Patrick für die Organisation rund um das Thema Getränke. Chrissy und Niko für die Getränkeausgabe. Arlette und Anja für das Essen während der Fahrt. Celina für die Organisation der Feierlichkeiten am Freitag. An Andy für die Bierspende (und die Rückreise mit dem Bus). Selbstverständlich auch an Dieter für die Berliner Luft anlässlich seines 49+Xten Geburtstag. An Tim beim Essensverkauf (er hat es mittlerweile wirklich drauf und schneidet nur noch die Brötchen und nicht mehr in die Hand und für den Spruch: normal ist er grösser). An Yves für die Überlassung des Busses. An Sascha W. ebenfalls für die Getränkespende zu seinem Geburtstag. An Sascha M. für seine Türsteherqualitäten in der Kiez Alm. An Timo für unvergessene Momente und Lacher im Goldenen Handschuh (Prof. Dr. Mösenfröhlich). An Jason der mein Schnarchen als Zimmernachbar aushalten musste (das nächste mal ziehst du die Jacke aus). An Steffi und Christian für einen Kiezrundgang der seines gleichen sucht (das macht der Kollege). An Lea (hätte nicht gedacht, dass Celina jemand das Wasser reichen kann). An Kevin und Marvin die an beiden Abenden dazu kamen (Geheimtipp Grizzly).
Ich könnte ewig so weiter schreiben.
An alle die ich vergessen habe, es war keine Absicht und ist meinem Alter geschuldet.
Am Schluß zitiere ich meine Lieblingsband:
Auf gute Freunde
Verlorene Liebe
Auf alte Götter
Und auf neue Ziele
Auf den ganz normalen Wahnsinn
Wir sehen uns spätestens am 21.02. zur Fahrt gegen Frankfurt.
RWG Thomas

Neueste Kommentare