Sonntag morgen, Stimme weg und der Kopf schmerzt. Woran das wohl liegen mag? Egal, Siege gegen Dortmund tun immer gut.
Die beiden Spiele gegen den Rivalen aus dem Pott sind immer was besonderes. Das merkt man an den Anmeldezahlen. Über 100 wollten mit – irre.
Dank der späten Anstoßzeit waren die Abfahrtszeiten moderat und so erschienen fast alle ausgeschlafen am Treffpunkt. Außer zwei Damen die morgens in Köln landeten und dann direkt an den Bus kamen. Das nenne ich Einsatz. Oder Sascha W., der trotz Fussbruch und anstehender Operation den Trip mitmachte. Gute Besserung und viel Glück beim Eingriff.
In Worms muss alles geklappt haben, denn der Bus traf pünktlich in Waldlaubersheim ein und nahm die 20 Wartenden auf.
Wie es sich bei Freunden gehört, müssen erstmal alle begrüßt werden. Alle rein und Abfahrt. Ansprache vom Präsi und die Drohung, dass er sich ab Dortmund unter das Partyvolk mischt. Alkohol und Partymucke heizen die Stimmung an. Chrissy und Patrick kommen kaum mit dem Zapfen und dem Austausch der leeren Vodka Flaschen nach. Bier läuft und wird mittlerweile sogar kastenweise geordert. Dank an dieser Stelle an Rudi, der seinen Vater würdig vertreten hat (weiterhin schönen Urlaub Niko). Unter dem Motto Vitamine gegen Erkältung, wurden heute auch wieder diverse Fruchtschnäpse verteilt. Die älteren kennen bestimmt noch die Schluckimpfung, einige wurden heute mehrfach geimpft. Dank dafür an unsere Impfbeauftragte Celina.
Wer feiert, bekommt natürlich auch Hunger. Runter von der Autobahn und den Verkaufsstand aufgebaut. Dank des neuen Tisches sind wir jetzt noch professioneller aufgestellt. Pizzafleischkäse im Brötchen. Das geht immer. Außerdem hatten wir süße Schnecken im Angebot und damit meine ich explizit die Backwaren!
Ein Gruppenfoto darf natürlich nicht fehlen. Social Media muss ja gefüttert werden.
Sieht immer wieder gut aus, wenn sich alle hinter dem Banner versammeln.
Alle rein und die letzten Kilometer abgerissen. Seit der letzten Fahrt hat Jonas ein Tippspiel eingeführt. Das wird richtig gut angenommen. Wenn ihr Ideen oder Anregungen habt, könnt ihr euch gerne an den Vorstand wenden. Vielen Dank dafür und Sorry, dass mir das im letzten Bericht durchgerutscht ist.
Der Signal Iduna Park taucht auf und wir bauen nochmal alles auf. Der letzte Fleischkäse wird unter die Mitreisenden und angrenzenden Busse verkauft. Viele decken sich auch mit dem guten Augustiner ein, die Dortmund Plörre schmeckt einfach nicht. Lars hat noch was nachzuholen und so leeren wir eine Flasche selbst angesetzten Sliwowitz im Nu. Danke an Sascha M. für die Flüssigspende.
Gut gestärkt geht’s zum Stadion. Vorfreude pur. Auf der Rückfahrt gegen Frankfurt hat mich diese schon gepackt. Der BVB spielt nur Unentschieden. Mittwoch dann der Knaller. Mit der letzten Aktion gegen Bergamo fliegt Doofmund aus der Champions League.
Vor dem Stadioneinlass dann die Ernüchterung. Die Tore werden geschlossen und es heißt warten. Immer wieder Tumult zwischen dem Ordnungsdienst/Polizei und den Fans. Ich verzichte hier auf eine Bewertung, soll sich jeder eine eigene Meinung bilden. Als Folge darauf blieben die Ultras vorm Block, eine richtige Fußballstimmung kam daher nicht auf. Für mich gehören Fahnen und Gesänge dazu. Auch wenn ich dadurch vielleicht nicht jede Aktion sehe. Wenn ich Fussball gucken will, würde ich das daheim vor dem Fernseh machen. Es geht um das Erlebnis Stadion.
Rein in den Block und Plätze eingenommen. Gegenseitige Pöbeleien bleiben natürlich nicht aus. Ich liebe diese Atmosphäre.
Anpfiff. Wir sind gut im Spiel, viel Ballbesitz aber keine Torchancen. Dortmund geht trotzdem 1zu0 in Führung. Ausgerechnet Schlotterbeck, der eigentlich nach einer verdienten roten Karte schon längst unter der Dusche stehen müsste. Egal. Halbzeit, das muss besser werden.
Und es wird besser. O-Ton im Sportstudio: Eine Halbzeit für die Geschichtsbücher.
1zu1 durch Hurrikan (Sorry für den Kalauer). Dann Elfmeter wieder unser Goalgetter. Tor 30 in der Saison. Minute 86 2zu2. Anstatt das Ergebnis zu verwalten, spielen wir weiter nach vorne und Kimmich nagelt die Kugel unhaltbar in die Maschen. Was für ein Jubel. Geil. Wahnsinn.
Abpfiff, 11 Punkte vor.
Was dieser Sieg für die Spieler bedeutete, sah man daran wie sie zur Kurve kamen und mit den Fans feierten.
Was hätten wir hier heute mit einer kompletten Kurve abreißen können. Der Spielverlauf hätte einen geilen Support zugelassen. So tut es mir etwas leid für alle, die das erste mal in Dortmund waren und nicht das volle Programm geliefert bekamen.
Raus aus dem Stadion und noch etwas gepöbelt, herrlich.
Wer jetzt dachte die Rückfahrt wird gemütlich und wir gammeln rum oder schlafen, wurde eines besseren belehrt. Wir schalteten nochmal zwei bis drei Gänge hoch. Spätestens als Celina verkündete, dass das restliche Bier auf sie geht war Party angesagt. Im Übermut des Sieges entledigte sich der ein oder andere seines Shirts und feierte oben ohne. Die Munzes schossen den Vogel ab, durch die vielen Derbys in Rammelsbach durchtrainiert und gut definiert. Eine Augenweide. Bier war bald alle und so stiegen wir wieder auf Vodka und Schnaps um. Als Timo dann noch die Luftgitarre ausgepackt hat, war der Siedepunkt erreicht. Gut das Yves bei dem Partytreiben den Bus immer in der Spur hält und locker bleibt. Pünktlich um Mitternacht stimmen wir für unser Geburtstagskind Celina Happy Birthday an. Ich hoffe du hattest nach der anstrengenden Fahrt heute einen schönen Tag. Auf viele weitere gemeinsame Fahrten und Stadionbesuche.
Ausgelaugt aber bester Stimmung erreichen wir Waldlaubersheim und Worms.
Ein Spiel und eine Rückfahrt für die Geschichtsbücher, an diesen Tag werden wir uns noch oft zurückerinnern.
Wie immer, aber man kann es nicht oft genug betonen, Dank an alle die eine solche Busfahrt immer wieder möglich machen.
Dank an Euch, die ihr immer wieder dabei seid und die Fahrten zu einem Erlebnis machen.
Wir sehen uns wieder am 14.03. zur Fahrt nach Leverkusen.

Wir ham noch lange nicht genug!

RWG und einen guten Start in die Woche.
Thomas

PS: Sorry an Arlette. Das Catering Team gibt sich das nächste mal wieder mehr Mühe!